Empfangswege, Sender und Sonderwege

Einführung: HDTV empfangen – aber wie?

Donnerstag, 12.08.2010, von Jan
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Auf den ersten Blick hatte alles so einfach ausgesehen. Seit 2006 kaufen viele Menschen HD-Fernseher, in der frommen Erwartung, dass dann alles besser aussieht. Die Fernseher haben schließlich eine höhere Auflösung, also ein schärferes Bild. Aber Sendeanstalten müssen das Bild auch in HD-Auflösung ausstrahlen, damit das Potential der flachen Fernseher ausgenutzt wird. Inzwischen tun sie das zwar, aber bisher kommt HDTV bei wenigen Zuschauern auch an. Den meisten fehlen die nötigen Empfangsgeräte. In der Technikhölle zwischen Kürzeln wie H.264, HD+ und DVB-S2 haben viele den Überblick verloren. Das ist schade — denn erst HDTV bringt den neuen Fernseher zum Strahlen. Wir verraten, was wie funktioniert.

Wann ist HD-Fernsehen wirklich HD?

HD heißt nichts anderes als „High Definition“, übersetzt „hohe Auflösung“. „Hohe Auflösung“ wiederum bedeutet ein besonders feines Raster aus Bildpunkten. Bilder in diesem feinen Raster sind schärfer, sie zeigen dem Zuschauer mehr Details. Der Unterschied zwischen normalem und HD-Fernsehen ist deutlich — ungefähr so, als würde man ein Foto erst in der Zeitung und dann im Hochglanzmagazin betrachten.

Fernseher, die „HD ready“ mit mindestens 1.280 x 720, oder „Full HD“ mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten sind, können Inhalte in der hohen Auflösung zeigen. Dafür sind  neue Empfangswege nötig. Und wenn man keinen recht neuen Fernseher hat, muss man wahrscheinlich einen Receiver nachkaufen.

HD hat grundsätzlich nichts mit Digital zu tun. Zwar ist digitaler Empfang eine Grundvoraussetzung für Fernsehen in HDTV-Auflösung, aber auch die alte Standardauflösung wird digital ausgestrahlt. Das kann auch für Verwirrung beim Umstieg auf HDTV sorgen. Nicht immer wird klargestellt, welche Sender tatsächlich in HD-Qualität empfangbar sind. Gern wird mit einem großen Senderangebot in digitaler Qualität geworben, von dem nur ein Teil auch in HD ausgestrahlt wird.

Was ist ein Tuner? Was ist eine Smartcard?

Egal, auf welchem Weg man HDTV empfangen will, immer müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens braucht man natürlich den Fernseher, der mindestens HD ready ist. Zweitens braucht man einen Tuner oder Receiver, also ein Empfangsgerät, dass die HD-Signale versteht und decodiert. Bei Kabelanschluss braucht der Fernseher einen DVB-C-Tuner mit Mpeg4-Unterstützung, bei Satellitenempfang einen DVB-S2-Tuner; dann kann man unverschlüsselte HD-Programme empfangen. Für Pay TV und die Privaten benötigt man zusätzlich sogenannte Smartcards, Karten mit Chip, die grundsätzlich in CI- oder CI-Plus-Schnittstellen eingesteckt werden. Hat der Fernseher den Tuner oder die Schnittstelle nicht, benötigt man zusätzlich eine passende Settop-Box.

Drei Empfangswege für HDTV gibt es: Neben Satellit und Kabel auch das Internet. Terrestrischer HDTV-Empfang per DVB-T wäre technisch möglich, ist aber leider nicht in Sicht.

Wir erklären in drei Teilen, wie man HDTV empfängt — für jeden Weg einzeln.

HDTV empfangen — aber wie? Empfangswege, Sender und Sonderwege

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