Lexikon: Was bedeutet S/PDIF (Toslink)?

Dienstag, 2.08.2011, von Jan

In dem obigen Kürzelsalat rund um digitale Audioübertragung verstecken sich gleich drei wichtige Konzerne: Die digitale Audioschnittstelle „Sony/Philips Digital Interface“ erlebt Abkürzungen von SPDIF bis S/P-DIF, gemeint ist immer dasselbe. Zwar wird der Begriff gern synonym mit TOSLINK (Toshiba-Link) verwendet, aber das ist nicht ganz richtig. TOSLINK ist ein System aus Kabel und Stecker, S/PDIF ist ein Audioformat.

S/PDIF hat generell zwei Anwendungen: erstens die Übertragung von qualitativ hochwertigem Stereoton (per PCM-Signal) bei Hifi-Anlagen, zweitens die Übertragung von komprimiertem Surround-Klang in DTS- oder Dolby-Digital-Formaten. S/PDIF ist im Heimkino ein verbreiteter Standard, auch wenn er nicht den idealen Übertragungsweg für Surround-Sound darstellt — der wäre nämlich unkomprimiert.

Zwei Kabel- und Steckverbindungen kommen für S/PDIF zum Einsatz. Etwas ungewöhnlich ist das TOSLINK-System: Optisch, also wirklich mit Lichtwellen, wird das Signal hier übertragen. Damit ist es nicht anfällig gegen Funkstörungen, sehr wohl allerdings gegen gequetschte und geknickte Kabel. Auch häufig anzutreffen ist die Verbindung per Koaxial-Kabel mit Cinch-Stecker. Die sind störanfälliger gegen Funk, aber robuster. In jedem Fall kann S/PDIF über mehrere Meter Audiosignale hochwertig übertragen. Wer kein feines Gehör hat, der wird bei sauber verlegten Kabeln auch beim Surround-Klang kaum Störungen heraushören.


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