Lexikon: Was bedeutet Composite?

Montag, 11.04.2011, von Jan

Composite Video ist ein Videoformat. Häufig wird der Begriff synonym mit dem Videosignal aus dem Antennenstecker oder dem gelben Stecker bei einer Cinch-Verbindung verwendet. Zeitgemäß ist der Standard nicht mehr. Heute benötigt man ihn vor allem, um Videorekorder, oder ältere Spielkonsolen an den Fernseher anzuschließen. Dabei werden in aller Regel drei Cinch-Stecker (auch RCA) eingesetzt; zwei der drei Stecker übertragen allerdings nur Ton. Auch beim analogen Antennenfernsehen kommt das Format noch zum Einsatz.

Beide Verbindungswege leiden an Qualitätsverlusten des Bildsignals. Fast alle gängigen Videogeräte liefern Composite Video in einer Form, in der es zwangsläufig leicht verrauscht im Fernseher ankommt. Bei der Übertragung per Antennenkabel wird das Rauschen durch die Übertragung auf einer Radiofrequenz zusätzlich verstärkt. Davon abgesehen ist das Kombinieren aller Bildsignale in nur einem Kabel alles andere als optimal. Cinch-Verbindungen sind aber noch besser, als Verbindungen per Antennenkabel.
In der Hierarchie der Übertragungswege ist einfaches Composite Video ganz unten angesiedelt — RGB-Scart, S-Video und Component-Video liefern ein besseres Bild. Diese Übertragungswege haben dem Composite Video voraus, dass Informationen in Grundfarben oder nach Farbe und Helligkeit getrennt werden. So werden Störungen minimiert, höhere Auflösungen und präzisere Farbwiedergabe ermöglicht.


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