Tipps zur Pflege und Reinigung

Wie LCD, LED und Plasma-Displays reinigen?

Sonntag, 24.07.2011, von Jan Bojaryn

Einen Fernseher oder Monitor zu reinigen, ist ganz einfach. Ganz einfach ist es aber auch, das teure Gerät mit kleinen, dummen Fehlern zu beschädigen. Und seit der seligen Zeit des Röhrenfernsehers sind die Mattscheiben im Wohnzimmer nicht unbedingt robuster geworden. Grund genug für eine kurze Anleitung, wie LCD- und Plasma-Bildschirme aller Arten einfach, schnell und billig gereinigt werden.

Fernseher reinigenFernseher-Reinigung: Mikrofasertuch, Pinsel, TFT-Reiniger (Vivanco)

Auf Röhrenfernseher war in einer Beziehung noch Verlass: Sie waren recht unempfindlich. Unter Beachtung des gesunden Menschenverstandes konnten auch absolute Laien die Mattscheibe problemlos reinigen, ohne den Fernseher zu zerstören. Um so größer ist jetzt bei einigen die Verunsicherung: Darf man gar kein Wasser für den LCD-Bildschirm benutzen? Gehen die hässlichen Staubpartikel in den feinsten Winkeln des Displays nie mehr weg?

Wir haben gute Nachrichten: Auch die Reinigung eines LCD-, LED- oder Plasmafernsehers ist keine große Kunst. Sehr wohl muss man ein paar Regeln beachten, und nicht alle davon liegen klar auf der Hand. Aber wer unsere Tipps beachtet, ist auf der sicheren Seite.

Man nehme:

  • Ein Mikrofasertuch — Grundsätzlich sind auch andere Textilien möglich, in jedem Fall aber müssen sie weich und fusselfrei sein. Mikrofasertücher gibt’s billig in jedem Drogeriemarkt.
  • Destilliertes Wasser — Gibt es für ein paar Euro online oder in der Apotheke. So lange sehr sauberes Wasser aus der Leitung kommt, kann auch das geeignet sein. Noch besser ist TFT-Spezialreiniger. Wir raten ab von herkömmlichen Reinigungsmitteln mit Seife und Reinigungsalkohol. Ein Schuss Weißwein in das verwendete Wasser schadet selten, aber Vorsicht! Alkohol ist auch für Fernseher nicht ungefährlich.
  • Pinsel oder Druckluft — Um Staub aus feinen Ritzen zu bekommen, kann man einen sehr weichen Pinsel einsetzen, oder noch besser ein paar Euro in einen Druckluftreiniger investieren. Den sollte man im Elektrohandel finden.

So reinigt man das Display

Der Fernseher muss ausgeschaltet und abgekühlt sein. Stand-By gilt nicht! Dann nimmt man das Tuch und wischt mit sanften, kreiselnden Bewegungen über den Bildschirm bis alles sauber ist. Hängen immer noch Verunreinigungen am Bildschirm? Dann darf man das Tuch ein wenig anfeuchten. Auf keinen Fall darf etwas tropfen, oder Flüssigkeit das Display herunterlaufen. Bei stärkeren Verunreinigungen kann ein Schuss Wein im Wasser helfen. Reicht auch das nicht, raten wir zu Spezialreinigern. Hängt Staub zwischen dem Panel und Gehäuse, kann man ihn nach dem Abwischen mit Pinsel oder Druckluft vorsichtig befreien.

Vorsicht Falle!

Wer liest denn die Anleitung? Hoffentlich alle! Oft stehen Hinweise zu Pflege und Reinigung des Fernsehers in der Anleitung. Was dort verboten wird, sollten auch Sie nicht tun. Spezielle Beschichtungen und flache Bauformen ergeben nunmal häufig empfindliche Fernseher. Nehmen Sie die Ratschläge also Ernst, oder nehmen Sie den Garantieverlust in Kauf.

Finger weg vom Alkohol! Alkohol greift viele Oberflächen an, und führt ganz schnell zu grauen Schleiern im Bild, die nie mehr weggehen. Wenn, dann nur ganz wenig einsetzen. Und lieber gar nicht, wenn es der Hersteller verbietet. Dann lieber Spezialreiniger.

Papier ist aus Holz. Papierhandtücher, Küchentücher und ähnliches sind vielleicht geeignet, das Gehäuse oder das Fernsehmöbel abzustauben. Am Display selbst haben sie nichts verloren. Sie sind nicht besonders weich und können zu Kratzern führen.

Nicht so drücken! Plasmafernseher sind oft etwas robuster, LCD-Fernseher sind eigentlich immer empfindlich. Druck bei der Reinigung kann das Panel beschädigen.

Wasser ist nass. Nur das Tuch darf leicht angefeuchtet werden, nie der Fernseher selbst. Elektrische Geräte mögen eben kein Wasser.

Schlieren aus dem Hahn? Rückstände im Leitungswasser können zu Schlieren und Flecken auf dem Display führen. Ist das Leitungswasser daheim nicht sauber genug, muss destilliertes Wasser her.

Können Sie mich jetzt besser sehen?

Wir reden so viel über Bildqualität — und dann putzen wir unseren Fernseher nicht regelmäßig. Ein dreckiger Fernseher sieht weniger edel aus, zeigt ein schlechteres Bild und lenkt spätestens dann vom Inhalt ab, wenn der Staubfleck auf der Nase des Moderators klebt. Die Reinigung dauert nur wenige Minuten. Also nicht lange blinzeln, ran an’s Werk!

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