Sharp baut modernste LCD-Fabrik ab Oktober 2009

Sonntag, 12.04.2009, von Manuel Rowinski

Trotz lang anhaltender Wirtschafts- und Finanzkrise steigt der Bedarf an LCD-TVs. Ganz besonders in den sogenannten „Emerging Markets“ wie China aber auch Europa sei die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen LCD-Panels und e-Signage Displays (elektr. Poster- und Werbetafeln) nach wie vor hoch, berichtet Sharp. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, will der Elektronikkonzern den Start der ersten LCD-Panel Fabrik der zehnten Generation im japanischen Sakai um fünf Monate auf Oktober 2009 vorziehen. Nach etwa zwei Jahren Bauzeit werden dann großflächige LCD-TVs und e-Signage Displays hergestellt.

Die Fabrik in Sakai gilt als modernste LCD-Fabrik und kann LCD-Muttergläser mit einer Größe von 8,7 Quadratmeter (2.850 x 3.050 Millimeter) verarbeiten. Damit sind die neuen Muttergläser 60% größer als die bisherigen Gläser aus der LCD-Fabrik der achten Generation (Kameyama II). Aus den Muttergläsern lassen sich dann beispielsweise sechs Displays im 60 Zoll Format, oder acht 50 Zoll Displays aber auch Displays mit Größen von 82 und 108 Zoll fertigen. Auf dem gesamten Komplex mit einer Größe von 1,27 Millionen Quadratmeter werden neben der neuen Fabrik auch Zulieferer für den gesamten Produktionsprozess und Infrastruktur angesiedelt. Daraus sollen Zeit- und Kostenvorteile resultieren und Displays noch effizienter bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung hergestellt werden können. Die Produktionskapazität in Sakai wird auf 72.000 Glas-Substrate pro Monat geschätzt. Für den kompletten Bau inklusive Landerwerbs und -erschließungskosten habe Sharp etwa 380 Milliarden Yen, umgerechnet rund 2,9 Milliarden Euro, investiert.


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