Samsung eifert Sony nach

LCDs mit Quantenpunkt-Technologie statt OLED?

Montag, 10.11.2014, von Frank Schäfer
Sony W905-Serie Sony W905 LCD-TV mit Quantenpunkt-Technologie

Wie nicht nur in Insider-Kreisen inzwischen hinreichend bekannt, sind die Optimierungsmöglichkeiten der LCD-Technologie bei der Herstellung von TV-Displays nahezu ausgeschöpft. Kein Wunder also, dass in diesem Jahr alle führenden Hersteller den Fokus auf meist großformatige OLED-Bildschirme legten.

Der Nachteil: Der potenzielle Kunde wollte und will immer noch nicht so recht folgen, denn die Fertigung ist immer noch zu teuer, was sich natürlich auch im Verkaufspreis niederschlägt. Wie das US-Technik-Magazin „CNet“ unter Berufung auf Aussagen von Kim Hyun-seok, dem Kopf von Samsungs TV-Sparte berichtet, suchen die Südkoreander jetzt nach einer Alternative und wollen nun die Weiterentwicklung der LCDs mit der Quantenpunkt-Technologie forcieren. Dabei schielt Samsung offenbar auf den japanischen Mitbewerber Sony, der diese Technik schon seit 2013 in seinen Triluminos-Displays anwendet.

Nach wie vor erweist sich sowohl die Fertigung als auch der Verkauf von Fernsehgeräten, die mit Displays aus organischen Leuchtstoffen ausgestattet sind, den so genannten OLEDs, als unrentabel. Der TV- Weltmarktführer Samsung soll in jüngster Zeit einige OLED-Alternativen geprüft haben, primär mit dem Ziel, die Farbdarstellung nochmals verbessern zu können. Ein wenig pikant ist dabei, dass man dabei dem Mitbewerber Sony nacheifert. Die Japaner setzen bei ihren Triluminos-Displays bereits seit über einem Jahr auf die Quantenpunkt-Technologie, bei der winzige Nanokristalle das einfallende Licht erhöhen und somit eine höhere Farbsättigung erzielen.

Wie koreanische Medien in Erfahrung gebracht haben wollen, strebt Samsung für die Herstellung der neuen Displays eine Kooperation mit Dow Chemical an. Auch der Konkurrent LG wird bereits mit dem Einsatz der Quantenpunkt-Technologie in Verbindung gebracht. Die Fertigung von LCD-TVs mit erweitertem Farbraum für das kommende Jahr soll sich schon in der Planung befinden. Allerdings fährt LG weiterhin „mehrgleisig“ und versucht die vergleichsweise teure und aufwändige OLED-Technologie weiterzuentwickeln.

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